Wie Du medizinisches Cannabis richtig dosierst, hängt von vielen Faktoren ab. Zum Beispiel variiert die Dosierung je nach Anwendungsform oder gewünschter Wirkung. Es gibt kein festes Schema. Deshalb solltest Du die Dosierung immer mit Deinem Arzt / Deiner Ärztin besprechen.
Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, wie Du medizinisches Cannabis verwenden kannst. Welche für Dich am besten geeignet ist, bespricht Dein Arzt / Deine Ärztin mit Dir.
Wenn Du Cannabis-Blüten oder Cannabis-Extrakte verschrieben bekommst, handelt es sich um ein Rezepturarzneimittel. Das bedeutet, dass Dein Arzt / Deine Ärztin genau vorgibt, wie hoch die individuelle Dosierung sein soll und welche Bestandteile der Cannabispflanze in welchem Verhältnis enthalten sein sollen. Die Präparate werden dann erst in der Apotheke gemischt.
Es gibt auch Cannabis-Fertigarzneimittel. Diese enthalten eine standardisierte Wirkstoffmenge und sind gebrauchsfertig abgepackt in der Apotheke erhältlich. Der Vorteil ist, dass die Zusammensetzung kontrolliert und immer gleich ist.1
Bei Rezepturarzneimitteln kann die Dosisfindung zu Beginn der Anwendung schwierig sein. Dies liegt daran, dass die Menge und das Verhältnis der Wirkstoffe (Cannabinoide) von Cannabis-Sorte zu Cannabis-Sorte variieren. Bei Fertigarzneimitteln können die Wirkstoffe jedoch gut dosiert werden.4
Unabhängig davon, um welches Arzneimittel es sich handelt und ob es inhaliert oder oral eingenommen wird, sollte die Dosierung immer mit Vorsicht und in Absprache mit Deinem Arzt / Deiner Ärztin erfolgen. Strenge Vorgaben gibt es nicht, da die Dosierung vom Anwendungsgrund, der individuellen Empfindlichkeit für Nebenwirkungen und der Art der Anwendung abhängt.5
Als Erstkonsument solltest Du immer mit einer niedrigen Dosis beginnen und diese langsam steigern. So kannst Du Dich an die für Dich optimale Dosis herantasten. Halte Dich aber bitte an das Dosierungsschema, das Du mit Deinem Arzt / Deiner Ärztin besprochen hast.
Ein wichtiges Prinzip ist: Starte langsam, steigere langsam und bleibe bei einer niedrigen Dosis! (engl. Start low, go slow, stay low!)6
Die angegebene Dosis kannst Du reduzieren, wenn die gewünschte Wirkung bereits bei niedriger Dosis eintritt. Es ist aber auch möglich, die Dosis über mehrere Tage zu erhöhen, wenn Nebenwirkungen auftreten. Achte auf Mundtrockenheit, Übelkeit, Müdigkeit, Schlafstörungen, Erbrechen oder Orientierungsstörungen. Wenn diese Nebenwirkungen andauern, sprich mit Deinem Arzt / Deiner Ärztin über mögliche Ursachen und alternative Darreichungsformen. Eine zu hohe Anfangsdosis oder eine zu schnelle Dosissteigerung können eine Rolle spielen.
Die richtige Dosierung von medizinischem Cannabis hängt von individuellen Faktoren, der Anwendungsform und der gewünschten Wirkung ab. Es gibt keine standardisierte Dosierung, daher ist eine enge Absprache mit dem Arzt / der Ärztin wichtig. Grundsätzlich gilt: Mit einer niedrigen Dosis beginnen, langsam steigern und die Dosis so niedrig wie möglich halten. So kannst Du unerwünschte Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Übelkeit oder Orientierungslosigkeit vermeiden. Bei Problemen solltest Du Deinen Arzt / Deine Ärztin kontaktieren, damit die Therapie angepasst werden kann.
Allgemein gültige Vorgaben gibt es nicht, denn jeder reagiert anders auf medizinisches Cannabis. Deshalb solltest Du mit Deinem Arzt / Deiner Ärztin besprechen, welche Dosierung für Dich die richtige ist.
Die Art der Anwendung, die gewünschte Wirkung, die individuelle Empfindlichkeit für Nebenwirkungen sowie die Menge und das Verhältnis der Wirkstoffe beeinflussen die Dosierung.
Das hängt vom THC-Gehalt der Tinktur / des Öls, Deiner Vorerfahrung mit medizinischem Cannabis und dem Grund für die Verschreibung ab. Details zur Dosierung solltest Du mit Deinem Arzt / Deiner Ärztin besprechen.
Je nach Anwendungsgrund solltest Du mit einer Sorte mit etwas niedrigerem THC-Gehalt starten. Beginne grundsätzlich mit einer niedrigen Dosis.
Durch eine zu hohe Startdosis oder eine zu schnelle Dosissteigerung können mögliche Nebenwirkungen auftreten. Halte Dich an das Dosierungsschema, das Du mit Deinem Arzt / Deiner Ärztin besprochen hast.